Martin (ist) Schul(z/d)

Zuerst lässt er sich und den Schulz-Effekt feiern, aber dann ist die Luft raus und die SPD verliert eine Landtagswahl nach der Anderen. Am Anfang des Jahres übernimmt Schulz die Partei mit mauen 25%, wird zwischenzeitlich auf Augenhöhe mit der Union gehyped und ist jetzt wieder da wo er gestartet ist (Quelle 1). Aber damit nicht genug, nun wo er den sprichwörtlichen Karren gegen die Wand gefahren hat, zeigt er auf andere und beschuldigt Mutti Merkel, sie habe einen Anschlag auf die Demokratie verübt, da sie bisher keine Konzepte vorgelegt habe (Quelle 2).

Nun Herr Schulz, zum einen gibt es Menschen in unserer Gesellschaft die tatsächlich mit so etwas wie Staatsführung beschäftigt sind und nicht nur die lauwarme Sozen-Suppe von vor 4 Jahren neu aufkochen und das dann als „Konzept“ verkaufen. Zum anderen wird Deutschland nun schon seit 2005 von Angie regiert, sodass anzunehmen ist dass die Leute so langsam wissen für welche Werte und Konzepte ihre Kanzlerin steht und einmal ganz generell: Jemand der sich anschickt Kanzler werden zu wollen und mit anderen Ländern diplomatische Beziehungen führen will, sollte nicht so harsch mit seinen Worten sein, denn einen Trump-Junior brauchen wir nicht im Kanzleramt. Angela Merkel hat nicht umsonst den Beinamen „Die Beständige“ bekommen. Sie hat sie alle erlebt: Sarkozy, Putin, Tsipras, Obama, Hollande und sie hat sie alle überlebt. Merkel bleibt ruhig und lässt ihre Mitspieler erstmal auf’s Feld rücken, bevor sie reagiert und zurecht, denn Schnellschüsse können in der Politik großen Schaden anrichten.

Trotzdem ist Merkel nicht perfekt, aber sie ist eine der besten deutschen und globalen Politiker und ernsthafte Konkurrenz gibt es in der Bundesrepublik nicht. Denn seien wir mal ehrlich: Soll wirklich Martin Schulz die Interessen von Deutschland gegenüber Trump oder May vertreten? [fügen sie hier sarkastisches Lachen ein] – Wohl kaum. Schulz taugt vielleicht dazu in Brüssel über den Krümmungsgrad einer Banane zu streiten oder wie viele Flüchtlinge Ungarn jetzt aufnehmen muss, aber für die Regierung eines Staates (und dann ist das nichtmal „irgendein“ Staat am Buckel der Welt) braucht es mehr als anderen Vorwürfe zu machen und den Schulz-Effekt, denn mit dem Finger auf andere zeigen kann Donald Trump auch und eigentlich ist das schon fast Kindergarten-Niveau.

Weiter warf er Angela Merkel vor, bewusst den Nichtwähleranteil zu steigern um den politischen Gegnern die Wähler wegzunehmen (Quelle 3), Fakt ist aber, dass die Wahlbeteiligung während Muttis Amtszeit gestiegen ist (Quelle 4), die SPD aber trotzdem in sämtlichen Wahlen der näheren Vergangenheit massive Verluste eingefahren hat (Quelle 5).

Martin Schulz sagte wörtlich: „…ich nenne das einen Anschlag auf die Demokratie…“ (Quelle 6)

Nun, ich nenne das „ungerechtfertigte und irreführende Wortwahl eines Verzweifelten Mannes, der offenbar nicht erträgt, dass andere Parteien einfach beliebter sind“

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